Canon Ixus 50

Einführung:

Ich besitze die Canon Ixus 40 und habe die Ixus 50 ein paar Tage testen können. Der Preis lag bei 299,- Euro bei Saturn.
Ich denke, bis Ende Mai wird der Preis auch im Netz bei den großen Anbietern unter 300 liegen und ähnlich wie bei der Ixus 40
nur langsam auf ca. 270 Euro fallen.

Da das Objektiv baugleich mit der Ixus 40 ist und auf die meisten Funktionen gleich sind, dient mein Bericht zur Ixus 40 als Vorlage zu diesem Bericht.

Technische Details:

Die technischen Details findet ihr unter canon.de und folgend nur die wichtigsten:

  • 5.0 Millionen Pixel
  • 1/2.5″ CCD Chip
  • 2″ LCD-Display mit ~ 120.000 Pixeln
  • 35-105mm äquivalent Kleinbild zoom-objektiv
  • 2,8 – 4,9 Lichtstärke des Objektives
  • 16 MB SD-Speicherkarte
  • Abmessungen: ca. 86,0 x 53,0 x 20,7mm
    Gewicht (ohne Akku und Speicherkarte) ca. 130g

    Schnellvergleich zur Ixus 40:

    Die Bildqualität ist identisch zur Ixus 40. Man erhält nur 1 Megapixel mehr Informationen und dadurch leicht detailreichere Bilder,
    was im Alltagsleben jedoch nicht auffällt.
    Nun wirklich nutzbar ist die Änderungsmöglichkeit der Größe der einzelnen Bilder, da 3 Megapixel für Standartabzüge reichen sollten!

    Das angezeigte Bild wirkt bei der Ixus 50 deutlich heller und wir in dunklen Räumen auch extra aufgehellt ( über längere Belichtungszeiten ).

    Der Selbstauslöser wurde deutlich verbessert und man kann nun bis zu 10 Bilder in einer variablen Zeit zwischen 1 und 30 Sek. aufnehmen.

    Im Bildbetrachtungsmodus kann man nun auch “springen”. Soll heißen man kann z.B. einfach 10 Bilder weiterspringen. Sehr nützlich, wenn man viele Bilder gemacht hat und jemandem ein bestimmtes aus der Mitte zeigen möchte.

    Weitere Neuerungen sind mir nicht aufgefallen. Canon gibt zwar angebliche Neuerungen an, wie 1 GB lange Videos etc. jedoch
    sind die auch schon bei der Ixus 40 möglich gewesen.

    Erster Eindruck:

    Die Kamera ist typisch in einem kleinen blauen Karton verpackt. Sie ist kratz- und mehr oder weniger Stoß sicher in einer kleinen extra Umhüllung verpackt.
    Mit dabei ist ein Akku und ein externes Ladegerät für den Akku, zwei CD’s, eine 16 MB SD-Karte, Handbücher, ein USB-Kabel und ein weiteres Kabel für den Anschluss an ein Fernsehgerät.
    Ach ja, ein Band, damit man die Kamera nicht fallen lässt, ist natürlich auch dabei!

    Die Kamera selbst besitzt ein Metallgehäuse, welches sehr edel aussieht, aber Fettfinger magisch anzieht :)
    Nur die Öffnung für das Datenkabel ist selbst aus Plastik und hat auch noch ein Plastikteil, welches meiner Meinung nach, in einem Jahr kaputt gehen wird :(
    Aber vielleicht täusche ich mich auch nur!

    Bildqualität Photos außen:

    Die Bildqualität der Bilder ist ziemlich gut.
    Der Autofokus hat 9 Messfelder und er kann mehrere wichtige Punkte im Bild feststellen, darstellen und dann den besten Kompromiss berechnen. Andere Kameras finden meist nur genau einen Messpunkt, der dann ausgewählt wird.

    Dank der Serienbildfunktion schafft man leicht ca. 2 Bilder pro Sekunde in höchster Auflösung, was bei vielen Aufnahmen sehr hilfreich sein kann!
    Meist schaut ja eine Person komisch, wenn man eine Gruppe fotografiert und so macht man halt 5 Bilder und nimmt dann das beste!

    Im Zoom wirken auch noch die Farben stark und nicht so ausgebleicht wie bei meiner alten Exilim. So macht es nun endlich Sinn den Zoom auch zu benutzen :D
    Er hat 7 Stufen und ist recht schnell.

    Leider hat die Kamera draußen auch eine Schwäche.
    Bei manchen Bildern tritt bei starken Helligkeitsänderungen ( Man fotografiert gegen die Sonne einen Baum ) ein blauer Saum auf. Den findet man an der Stelle, wo die extrem hellen und normalen Stellen aufeinander treffen.
    Da sollte Canon langsam dran arbeiten, da es schon bei den Vorgängern vorhanden war ( Ixus 40 ).

    Bildqualität Photos innen:

    In Räumen fotografierte ich früher immer lieber ohne Blitz, da mit Blitz die Farben meist unnatürlich aussehen. Bei der Ixus 50 werden jedoch alle Farben originalgetreu abgebildet, wodurch es wieder Spaß macht, auch mit Blitz zu fotografieren.
    Als neues Feature, erhöht die Ixus 50 die Helligkeit des Bildes, welches auf dem Display dargestellt wird. Anstelle einer ruckelfreien Anzeige, die meist
    jedoch zu dunkel ist, wartet die Kamera 1/8 oder 1/4 Sekunde und zeigt dann das helle Bild an. Dadurch verschmiert zwar das gesehene Bild, aber man sieht wenigstens
    was man fotografieren will! Auf die Aufnahmen, hat diese neue Funktion natürlich keinen Einfluss! Die Bilder bleiben gleich gut.

    Auch die Serienbildfunktion ist mit dem Blitz zu nutzen und wenn man nicht gerade einen ganzen Raum beleuchten will, schafft man 2 Bilder in 3 Sekunden!
    Das beinhaltet natürlich, dass der Blitz gestuft blitzt, also nicht immer mit voller Power, aber ich denke das ist in der Preiskategorie obligatorisch.

    Möchte man ohne Blitz Photos machen, bemerkt man schnell, dass eine Begrenzung der Belichtungszeit nach unten fehlt. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, aber für mich gewöhnungsbedürftig, da die Exilim und andere Kameras eine Begrenzung auf 1/8 sekunde haben.

    Genau unter der optischen Achse ist ein Gewinde für ein Stativ eingebaut. Das macht auch Sinn, da man bei der Kamera die Belichtungszeit zwischen 1s und 15s manuell einstellen kann!
    Ein Feature, mit dem unglaubliche Nachtaufnahmen möglich sind! Ehrlich gesagt, ist dass das Feature, über das ich mich am meisten gefreut habe, da ich gerne alles manuell einstellen würde, aber das bei den mini-kameras sonst nicht möglich ist.

    Damit die Bilder auch scharf werden, besitzt diese Kamera noch ein Hilfslicht, wodurch man Objekte in Entfernung bis zu einem Meter sehr sicher scharf bekommt.

    weiteres:

    Dadurch, dass in der Kamera der DIGIC II-Bildprozessor die ganze Arbeit verrichtet, ist die Kamera unglaublich schnell!
    Die Bilder werden in der Vorschau sehr schnell angezeigt und auch der 8x Zoom geht sehr schnell!!

    Die Kamera merkt sich auch, ob sie Vertikal oder Horizontal gehalten wurde! Die Bilder werden dann automatisch im Display gedreht und man muss die Kamera nicht immer kippen :)

    Weiterhin kann man Belichtungszeit und Schärfe kurzzeitig, aber über mehrere Bilder speichern und so halbmanuelle Bilder schießen!

    Eine neue Funktion der Ixus 50 ist die Tatsache, dass man den Fernauslöser Individuell einstellen kann. Erstens kann man die Zeit auswählen, ab
    wann Fotos geschossen werden. Diese liegt zwischen 2 und 30 Sekunden. Und dann kann man noch einstellen, wie viele Bilder gemacht werden sollen. Dies können maximal
    10 sein. Wobei die Kamera nur z.B. nur einmal 30 Sekunden wartet und dann alle 3 Sekunden ein Bild schießt. Andere Kameras warten teilweise jeweils die eingegebene
    Zeit ab, ob es ein Vorteil oder Nachteil ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde, es ist beides und würde mir eine weitere Einstellung dazu wünschen.

    Die Kamera besitzt eine Funktion um Panorama Bilder zu schießen, wobei ein Teil des geschossenen Bildes jeweils angezeigt wird, damit man daran anlegen kann.

    Die Kamera hat auch noch weitere Programmautomatiken, für drinnen, Kinder usw.
    Auch für das erhältliche Unterwassergehäuse gibt es ein eigenes Programm! Es ist das gleiche, wie für die Ixus 30, 40 und kostet ca. 100 Euro.

    Bildqualität Videos und Ton:

    Die Bildqualität der Videos ist wirklich sehr gut! Und das in einer Auflösung von 640*480! Leider passen in der dieser Auflösung nur 4:10 Minuten auf meine 256 MB Speicherkarte, was ein bisschen wenig ist und daran liegt, dass die Videos nicht gut genug komprimiert werden.
    Von daher mache ich mit dieser Kamera auswärts keine Videos, solange ich dafür keine eigene 1 GB Karte habe…

    Dafür kann man mit einer weiteren Funktion spielen:
    320*240 mit 60 Bildern/Sekunde! Spielt man diese Videos mit 30 Bildern/Sekunden ab, ist es flüssig, aber um 50% langsamer, was ziemlich lustige Videos zu Tage bringt *g*

    Nur Ton aufnahmen sind nicht möglich, nur als 60 Sekunden Zusatz zu einem Bild. Die Qualität ist ok.

    Technisches:

    Die Kamera braucht ein bisschen weniger als eine Sekunde um eingeschaltet zu sein und so ist man schnell bereit, Bilder zu schießen.
    Im gegensatz zur Ixus 40 wurde die Einschaltzeit verkürzt und die Ausschaltzeit verlängert ( jeweils ca. 0,3 Sekunden )! Hört sich Paradox an, ist aber so :)

    Der Akku hält leider nur durschnittlich lange. Ca. 200 Bilder größtenteils mit Blitz sind mit einer Akkuladung möglich.
    Daher empfehle ich einen Ersatzakku, wenn man sehr viele Bilder macht. Vor allem, weil die Akkuanzeige erst 5 Bilder vor Schluss anzeigt, dass der Akku leer ist…
    Leider kostet der Ersatzakku 40 Euro :(

    Leider hat Canon noch nicht die Möglichkeit integriert, 3:2 Bilder zu schießen, so dass man bei Abzügen immer ein Problem mit dem Rand hat.

    Das Display zeigt alle Bilder recht scharf an, durch seine 120k Pixel. Auch draußen kann man es noch gut ablesen. Den Sucher würde ich niemanden empfehlen, da er in der Mitte sitzt und man sich die Nase platt drückt :)

    Die Kamera überträgt ihre Bilder mit USB 2.0 zum Rechner. Das geht natürlich sehr schnell!
    Mit der beiliegenden Software können alle neuen Bilder automatisch ausgelesen werden, sobald man die Kamera an den Rechner anschließt.

    Leider habe ich festgestellt, dass es Bilder gibt, bei denen die Übertragung einfach abbricht. Dann konnte ich die Bilder nur mit meinem Kartenlesegerät
    übertragen.

    Tägliche Praxis und Vergleiche:

    Die Kamera möchte geradezu überall mit!
    Sie ist in erster Linie eine Schnappschusskamera und macht trotzdem sehr gute Bilder!
    Trotzdem hat sie noch genug Möglichkeiten, manuell einzugreifen, z.B. mit manueller Belichtungseinstellungen, Belichtungskorrekturen und Schärfespeicher.

    Fazit:

    Im Vergleich zur Ixus 40 hat Canon nur Detailverbesserungen betrieben.
    1 MP mehr, bessere auswahl von Motiven im Dunkeln und einen verbessertern Selbstauslöser. Da die Ixus 50 jedoch kaum mehr als eine
    Ixus 40 kostet (wenn man sich gut umschaut), rate ich zur Ixus 50. Vor allem, da man dort auch Bilder mit 3 MP schießen kann, wenn man
    eine kleine Karte hat und somit mehr Bilder auf eine Karte bekommt, wobei 3 MP für Abzüge bis 10*15 ganz sicher reichen.

    Mein Tipp: Kaufen, sofern man keine andere Canon mit mehr als 3 MP besitzt und eine neue sucht!

    Erstellt im Oktober 2005

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