Einleitung
ich besitze die Exilim Z-40 nun seit ca. 7 Wochen und möchte euch meine Erfahrungen darbieten, sowohl gute als schlechte ( die schlechten scheinen viele Leute bei ihren Berichten zu vergessen… ).
Die Technischen Details nochmal in aller Kürze:
Abmessungen (BxHxT) (mm): 87 x 57 x 23.1
4 Mio. Pixel
5,8 mm – 17,4 mm 3x zoom Objektiv
( macht 35mm – 105mm Kleinbildformat )
Blende: 2.6 – 4.3
Gewicht: 121 Gramm
Kauf:
Ich habe die Kamera bei Amazon für 349,- Euro incl. original Ledertasche gekauft.
Momentan ist sie jedoch dort auf 315,- Euro herunter gesetzt
Erster Eindruck:
Die Kamera wird in einer, mich ansprechenden dezenten Schwarz-roten Verpackung geliefert.
Mit dabei ist eine Dockingstation mit USB- und Stromkabel und ein Bändchen, damit man die Kamera nicht fallen lässt ( sie ist ja sooo klein
).
Dazu gibt es noch Software und Handbücher, die mich jedoch nicht interessiert haben.
Eine SD-Karte fehlt jedoch.
Bildqualität Photos:
Die Bildqualität ist für eine Kamera dieser Größe ziemlich gut!
Innerhalb von Räumen kann man sehr gut Bilder schießen, sofern man 1/8 Sekunde seine Hände ruhig halten kann. Ich konnte es schon, dank meiner alten Kamera, jedoch haben Freunde damit kaum vernünftige Bilder schießen können, aber das ist bei denen meisten eine Sache des Lernens.
Im Automatikmodus, wird die ISO-Zahl auf maximal 200 gestellt ( manuell sind 50, 100, 200 und 400 möglich ).
Das Bildrauschen bei 200 hält sich jedoch in Grenzen.
Ein Problem aller Kameras in dieser Größe wird wohl der “Fischaugen” Effekt sein…
Dieser macht sich bemerkbar, indem gerade Kanten radial nach außen gestreckt werden, es also so aussieht, als schaue man durch ein Bullauge *g*
Dies folgt aus der Tatsache, dass das Objektiv so klein ist.
Im Freien lassen sich aufgrund der kaum vorhandenen Auslöseverzögerung sehr gute Bilder schießen. Dies Kamera stellt auch die Schärfe schnell genug ein, sodass auch diese Zeit klein bleibt.
Weiterhin gibt es die Best-Shot Funktion ( wie bei fast allen Casiomodellen ), welche für verschiedene Situationen spezielle Einstellungen vorsieht.
Es gibt zum Beispiel einen Nachtmodus in dem die Kamera die Verschlusszeiten bis 30 Sekunden nutzt ( und anscheinend erst scharf stellt, wenn sie ein Objekt erkannt hat . )
Ein Kritikpunkt ist jedoch auf jeden Fall die fehlenden Farben, wenn man den Zoom benutzt.
Am Anfang dachte ich, dass die Farbintensität allgemein bei der Z-40 nicht sehr hoch wäre, aber dann fiel mir auf, dass dies mit dem Zoom zusammen hängt.
Seitdem versuche ich, größtenteils auf den Zoom zu verzichten.
Der Blitz reicht ca. 2 Meter weit und hat sich bis jetzt noch nicht negativ bemerkbar gemacht!
Auch braucht die Kamera nur ca. 3 – 5 Sekunden, um wieder für das nächste Bild mit Blitz bereit zu sein.
Bildqualität Videos und Ton:
Die Z-40 kann nicht nur Bilder sondern auch beliebig lange Videos aufnehmen ( 256 MB ~ 12 Min. ).
Dabei wird im Format 320 * 240 aufgenommen und das ganze als avi ( anscheinend Quicktime ) gespeichert.
Man kann zwar im Zoom aufnehmen, jedoch den optischen zoom nicht verändern, solange die Aufnahme läuft.
Die Qualität der Videos ist ausreichend für einen Fotoapparat
Weiterhin kann man auch nur Ton aufnehmen, was ungeahnte Möglichkeiten bietet ( wer denkt schon bei einer Kamera auf dem Tisch, dass sie den Ton aufnimmt *g* ).
Und zwar passen auf meine 256 MB-Karte ~ 18 Stunden drauf ![]()
Die Qualität ist natürlich nicht sehr gut und man hört aus dem internen Lautsprecher fast nix, aber es ist trotzdem ein nettes Gimmick.
Technisches:
Die Kamera schaltet sich SEHR schnell ein!
Keine zwei Sekunden vergehen, bis ich das erste Bild geschossen habe. Für das ganze braucht man noch nicht einmal eine zweite Hand
Eine weitere sehr positive Besonderheit ist der starke Akku! Ich habe es noch nicht geschafft ihn leer zu bekommen, obwohl ich 2 Karten fast voll geknipst habe ( teilweise mit Blitz ).
Weiterhin ist das Display schön groß, jedoch kann es nur ca. 80.000 Pixel darstellen und somit kann man absolut nicht erkennen, ob ein Bild wirklich scharf geworden ist. Selbst im zoom fällt es noch schwer.
Die Kamera nimmt Bilder in den Formaten:
auf.
Man beachte die Option um in 3:2 Verhältnis Bilder zu schießen, da man so direkt Abzüge machen kann.
Die Bilder kann man in 3 verschiedenen Stufen als jpeg abspeichern.
Die erste Stufe braucht ca. 1,9 MB pro Bild, die zweite 1,2 und die dritte 0,9 ( jeweils in der höchsten Auflösung ).
Ein Nachteil kommt nun leider doch noch.
Nämlich kann man die Kamera nur über die Dockingstation mit dem Rechner verbinden ( und dabei nur USB 1.1 ), da keine normalen Kabel an die Exilim Z-40 angeschlossen werden können!
sonstiges:
Mir ist aufgefallen, dass der Sucher ziemlich schnell dreckig wird.
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die Kamera oft in meiner Hosentasche habe, aber er bleibt nie länger als ein paar Tage sauber…
Weiterhin kann man den Links-Rechts Schalter der Kamera selbst mit einer von fünf Funktionen belegen.
Man kann aus folgendem auswählen:
Aufnahmeart, Iso-Einstellungen, Weißabgleich, Helligkeitskorrektur und Selbstauslöser.
Ach ja, es gibt nicht nur die Möglichkeit beim Selbstauslöser zwischen 3 und 10 Sekunden zu wählen, sondern auch ob 1 oder 3 Bilder geschossen werden sollen! Meiner Meinung ein super Feature!
Tägliche Praxis und Vergleiche:
Die Z-40 ist eine wirkliche Schnappschuss Kamera und für kaum etwas anderes ist sie entworfen worden!
Man nimmt sie überall mit, da sie kaum etwas wiegt und super klein ist, und kann innerhalb von ca. 3 Sekunden ein Bild schießen, wie klein Otto sein Eis bei Oma Agathe ins Gesicht drückt *g*
Dabei machten der Kamera auch grobe Stöße und ein Sturz aus 1 Meter nichts aus.
Man erkennt noch nicht mal eine Schramme!
Den Vergleich der Bildqualität muss sie mit so mancher guten Kamera zwar fürchten, jedoch schlägt sie wohl fast alle Kameras in ihrer Größenordnung ( sofern nicht Baugleich *g* ).
[ Die Casio qv-4000 macht, genauso wie die Dimage Z2 ( im freien *g* ), eindeutig farbenfrohere und bessere Bilder. ]
Fazit:
Ich habe die Kamera gekauft, damit ich sie immer dabei habe und mir nichts mehr entgeht!
Diesen Zweck erfüllt sie sehr souverän!
Leider geht dies natürlich auf Kosten der Bildqualität und wäre nicht die Blässe im Zoom, würde ich alle 5 Sterne vergeben.
So sind es leider nur 4, dass es 4,5 nicht gibt
Kleines Update nach ein paar Monaten:
Das Bildrauschen bei ISO 200 empfinde ich langsam doch als nervig und versuche möglichst auf iso 50 zu fotografieren. Grund dafür ist der kleine CMOS von wahrscheinlich 1/2,5″. ( Je kleiner der CMOS, desto mehr Bildrauschen… )
Weiterhin nervt ein bisschen, dass man ohne Bestshotfunktion die Belichtungszeit nicht unter 1/8 Sekunde bekommt. Ich meine, wenn die Kamera das Feature sowieso schon unterstützt, könnte man es auch im Menü einstellen sollen…
Positiv ist noch zu vermerken, dass der Akku erst nach 800 Bildern im Urlaub auf 2/3 gefallen ist!!!
Aber da merkte man schon deutlich, dass der Blitz länger zum laden braucht und ich habe das Experiment abgebrochen, wie lange der Akku durchhält!
Zwar schiele ich immer noch auf größere Kameras, da sie einfach eine bessere Bildqualität schaffen, aber dann denke ich wieder an früher, wo man drüber nachdachte, ob man die Kamera wirklich mitnehmen soll *g*
Erstellt im Juni 2004