Minolta DiMAGE Z2

Einleitung

Ich besitze die Minolta Z2 nun seit 1 Woche und bin sehr enttäuscht von dieser Kamera…Vorher besaß ich lange Zeit die Casio QV-4000 und wollte nun auf ein aktuelleres Modell zurück greifen.Die technischen Highlights lesen sich vorzüglich:

  • 4 mio. Pixel
  • Konica Minolta APO GT-Objektiv mit 10fach optischen zoom von 38 bis– 380 mm
  • super schneller Fokus
  • Die Progressive Bildaufnahmefunktion, welche bei bedarf 6 Bilder mit ca. 2 Bilder / Sekunde aufnimmt.
  • bis zu 12 Bilder / Sekunde mit 1 Megapixel
  • Videos in 640 * 480 mit 30 Bilder / sek. und TON!
  • geringe Bereitschaftszeit
  • Da sich jeder auf der Homepage von Minolta die restlichen technischen Infos holen kann und sollte, wenn er sich interessiert, verzichte ich hier darauf!

    Kauf

    Ich habe die Minolta für 345 Euro im Internet gekauft ( momentan kostet sie dort nur noch 315 ) und im Laden steht sie zumeist für ca. 400 Euro.

    Beim Auspacken gab es keine großen Überraschungen, es liegen bei:

  • 1 USB-Kabel
  • 4 Migon Batterien ( keine Akkus )
  • ein Objektivschutz mit Band
  • ein einfacher Tragegurt
  • eine 16 MB SD-Karte
  • und natürlich noch Software und ein “Einführungs-” Handbuch.
    Das komplette Handbuch gibt es auf der Minolta Homepage und bestimmt auch auf einer der CD’s…

    Bildqualität draußen

    Im freien macht die Kamera ganz brauchbare Bilder, vor allem durch die Möglichkeiten, die ein 10-X Zoom Objektiv mit sich bringt!

    Die Farben sind sehr naturgetreu und der Kontrast ist auch sehr gut!

    Nur der Weißabgleich hat mir manchmal ein bisschen Kummer bereitet, da er meine Freundin ihrer Hautfarbe beraubt hat, aber das kann man auf Dauer auch manuell einstellen!

    Bildqualität Innen

    Dies ist leider der Punkt, bei dem die Z2 den Vogel abschießt!

    Ich habe schon mit 4 digitalen Kameras bei nicht perfekten Lichtverhältnissen Fotos geschossen, aber Belichtungszeiten von teilweise 2 Sekunden sind eine absolute Zumutung!

    Momentan ist draußen strahlender Sonnenschein und die Kamera möchte bei ISO 100 noch 1/6 Belichtungszeit bekommen!

    Ein Vergleich mit der Casio Exilim Z40 zeigt noch deutlicher, wie schlimm dies ist.

    Bei bewölktem Himmel benötigte die Casio 1/8 sekunden bei ISO 200 für brauchbare Bilder.

    Die Z2 jedoch, wollte in der Programm automatik 1,5 Sekunden belichten! Schraubt man die Zeit herunter, so erhält man bei 1/8 sekunde nur dunkel braunen wisch wasch…

    Von daher schließe ich, dass es wohl am Objektiv oder dem Sensor liegen muss…

    ( Wobei das Objektiv als kleinste Blende 2,8 hat, genauso wie die meisten anderen digi-cams ).

    ISO 200 – 400 sind für mich leider keine Option, da das Bildrauschen der Z2 einfach zu stark ist.

    Blitz

    Der Blitz leistet gute Dienste und kommt locker 5 Meter weit!

    Aber leider schafft es die Kamera kaum, in einem dunklen Raum etwas scharf zu bekommen.

    Dafür gibt es zwar die Möglichkeit, manuell zu fokussieren, aber das stellt für mich keine zufriedenstellende Möglichkeit da, obwohl es sehr angenehm ist, dass beim manuellen Scharf stellen der mittlere Bildausschnitt vergrößert wird und somit das Scharf stellen erleichtert.

    Videos

    Das ist ein absoluter Pluspunkt dieser Kamera!

    Die Videos sind bei 30 Bildern pro Sekunde bis zu einer Auflösung von 640 * 480 aufnehmbar und stellen somit eine echte alternative zu einer Videokamera dar, sofern man mit einem eher schlechten Ton leben kann und eine riesige SD/MMC Karte besitzt, denn auf eine 256 MB Karte passen in der höchsten Auflösung nur ca. 7 – 8 Minuten drauf.

    Serienbildfunktion

    Bei der normalen Serienbildfunktion konnte ich keine Verschlechterung der Bilder bemerken, nur bei den 12 Bildern / Sekunde erkennt man einen Qualitätsverlust, der aber durch den Nutzen wieder wett gemacht wird!

    Bildauflösung

    Die Kamera unterstützt die vier folgende Formate:

  • 2272 * 1704
  • 1600 * 1200
  • 1280 * 960
  • 640 * 480
  • wobei ich es wirklich schade finde, dass es kein 3:2 Verhältnis gibt, welches einfache Abzüge ohne weißen Rand ermöglicht !

    Gespeichert kann nur in’s jpg format und in drei unterschiedlichen Komprimierungsstufen.

    Stromverbrauch

    Die Kamera verbraucht leider relativ viel Strom und bei der Datenübertragung zum Rechner bleibt, für mich unverständlich, das Display an!

    Da man den Monitor nicht ausschalten kann, hätte ich es besser gefunden, eine Art Standbyknopf zu erfinden, der die Kamera sofort schlafen schickt, denn so muss man momentan min. 1 Minute warten, bis die Kamera in einen Stromsparmodus geht, will man auf Schnappschüsse hoffen!

    Fazit

    Ich werde die Kamera in den nächsten Tagen leider wieder zurück schicken, obwohl sie vor dem Kauf wie ein Traum wirkte! Aber die schlechten Bilder und langen Verschlusszeiten in Räumen würde den Sinn der Kamera zunichte machen.

    Aber wer fast nur draußen Bilder schießt, dem kann ich die Kamera nur ans Herz legen, da dann das Preis/Leistungsverhältnis wirklich stimmt!

    Leider habe ich vorher keinen solchen Bericht gelesen, sonst hätte ich mir die Mühe mit dem Kaufen und wieder zurückschicken nicht machen brauchen!

    Zuletzt wurde in den Kommentaren erwähnt, dass es eine Montagskamera sein könnte.

    Dem Argument kann ich momentan nichts entgegen stellen, da ich keine zweite Z2 besitze =)

    Aber ich würde mich freuen, wenn jemand mit einer Z2 meine Ergebnisse widerlegen könnte!

    P.S.:

    Weil ich es gerade als Kommentar lese:

    Ich habe in der Woche mehr als 800 Bilder, in sehr vielen verschiedenen Umgebungen gemacht, und denke daher, dass ich mir ein Urteil erlauben kann :)

    Auch wenn es sich leider von vielen anderen absetzt, durch die für mich starken, negativen Punkte…

    Erstellt im Juni 2004

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