Das persönliche Journal
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Seit zwei Wochen sind wir wieder in unserer Wohnung. Die 3 Wochen außerhalb kann man als Ausnahmezustand bezeichnen. Richtig schlimm war es im Nachhinein nicht, aber es war viel Arbeit und verlorene Zeit.
Das Wasser ist in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad und Flur gelaufen. Im Arbeitszimmer ist auch etwas hinein, aber das wurde erst nachträglich festgestellt und bezieht sich zum Glück nur auf einen kleinen Bereich am Türeingang.
Da sämtliche Hotels in Dortmund wegen der Intermodellbau 2012 ausgebucht waren, war es wirklich problematisch, ein Appartement oder Hotelzimmer zu bekommen. Glücklicherweise haben wir es dann doch noch innenstadtnah geschafft. Zwar im 5. Stockwerk, aber nun gut, ein bisschen Training härtet ab :)
Schön war, dass Uwe und Eva in der Nähe waren und wir so häufiger zusammen abends essen konnten und auch so viel Hilfe von dort bekamen, nochmal danke hier!
Während dieser Zeit mussten viele kleine Probleme mit den Handwerkern gelöst werden, welche immer viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man denkt...
Nach zwei Wochen ging es dann noch 5 Tage ins Hotel, da wir die Wohnung nicht länger haben konnten. Der Umzug war ziemlich witzig, weil wir mit dem ganzen Babygepäck ins noble Novum Hotel Unique gezogen sind.
Alexander hatte dort in jedem Fall einen Wickeltisch mit Stil :) Welcher Einmonatige kann schon von sich behaupten, ein Telefon neben und einen 42-Zoll-LCD über seinem Wickeltisch zu haben :)
Die Tage im Hotel waren zwar ziemlich beengt und wir hatten keine Küche, aber dafür eine große Badewanne! Und das war super.
Der Wiedereinzug war, wie zu erwarten war, wieder recht stressig. Der Boden war noch nicht fertig und wir konnten das Hotel nicht verlängern. Trotzdem hat alles irgendwie geklappt, nur haben wir wieder die ganze Arbeit mit dem Auspacken der Kisten und dem erneuten Einräumen...
Am stressigsten waren die ersten 3 Stunden nach dem Wasserschaden, danach war es relativ locker. Nur die Umzüge waren nervig.
Die D800 ist eine neue Kamera von Nikon und kostet unter 3000 €. Nun könnte man meinen, dass es bei so einem Preis nicht mehr auf den Cent ankommt, aber für die Reihenfolge in Preissuchmaschinen ist jeder Pfennig von Bedeutung, wie man rechts am Screenshot sieht :)
Der Bochumer Hochschulball 2012 war mal wieder ein voller Erfolg! Am Samstag kamen 1400 Menschen zusammen, um ein vorzügliches Buffet zu genießen und zu guter Musik zu tanzen. Nachdem wir die letzten zwei Jahre keine Karten ergattern konnten, klappte es Mitte letzten Jahres für dieses Jahr. Alex kam zu den Großeltern und so konnten wir pünktlich zur Eröffnungsrede kommen, in welcher Dortmund zum Titel gratuliert wurde. Als Wein bestellte ich einen "Tudejem 2009", der vorzüglich schmeckte! Nach dem Essen und während einer Salsashow bin ich hoch, um eine Runde Poker zu spielen. Nachdem Kathi nachkam, lief es ziemlich gut. Mit verdreifachten Chips ging es zum Roulette. Kathi hatte ihre Chips sogar versiebenfachen können. Da es für die besten Spieler Preise gab und wir unsere Chancen maximieren wollten, setzten wir direkt alles. Wir dachten, dass man mindestens den Betrag benötigte, den man erhält, wenn man all seine Startchips auf eine Zahl setzt und gewinnt. Als jedoch unsere Chips auf dem Tisch lagen, ermahnte uns der Croupier, dass wir damit aktuell auf Platz 1 wären! Sofort zogen wir die Chips wieder weg. Ich ließ 50 % der Startchips auf der 2 liegen und gewann. Leider wollte ich noch höher hinaus und verlor wieder alles. Kathi ließ aufschreiben und so gewannen wir zwei Fässer Fiege + Pullover, Gläser etc.
Das Mitternachtsfeuerwerk war mal wieder super und für unseren zweiten Abend ohne Kind war es perfekt. Kathi hätte sich zwar lieber ihren schicken Pullover mitnehmen sollen, weil es kalt geworden ist, aber das nächste Mal tanzen wir einfach ein bisschen mehr :)
Wer mag, kann hier mein "Menü" nachvollziehen: Vorspeise:
- Mini-Quiche mit Lauch und Greyerzer Käse
- Mozzarella-Kirschtomatenspieß
- Gegrillte und marinierte Antipasti
Hauptspeise:
- Springbockrücken an Kirsch-Pfefferrahmsauce
- Medaillons vom Lamm auf Rosmarin
mit Rahmkartoffel-Gratin und Frühlingsgemüse und frischer deutscher Spargel mit Sauce Hollandaise. - Entenbrüstchen in Himbeer-Honig-Sauce
Zwischengerichte:
- Kartoffel-Ziegenkäse-Taler mit gelber Paprikasauce
Nachtisch:
- Eierlikör-Tiramisu mit Pistazien
- Mini-Eclairs
Mitternachtsimbiss:
- Currywurst :)
Es schreitet voran. Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer sind ausgeräumt und ab morgen wird mit der Trocknung begonnen. Sehr nett fand ich die Nachfrage vom Schadensregulierer per Telefon, ob wir eine Wohnung finden konnten und ob die Arbeiten heute vernünftig stattfinden. Ich bin gespannt, ab wann die Wohnung wieder voll benutzbar sein wird. Bevor die Wohnung wieder eingeräumt wird, sollte ich noch ein Koaxialkabel durch die Wand verlegen, damit ich auch im Arbeitszimmer guten Radioempfang habe. Unser Ausweichquartier ist zwar im gefühlten 10. Stock, aber sonst ganz hübsch. Alexander hat sich auch gleich eingelebt ;)
Während bei uns neuer Laminat eingebaut wird, wird unsere Wohnung für uns leider kurzzeitig nicht mehr bewohnbar sein. Nächste Woche kommt eine Firma, die zuerst unsere Möbel aus der Wohnung trägt und danach den Laminat entfernt. Die so vorbereitete Wohnung kann dann professionell getrocknet werden, bevor Laminat eingebaut wird und unsere Möbel wieder reinkommen. Wir müssen zwar keine Möbel tragen, aber da man Fremde nicht alle Dinge einpacken lassen möchte, wird auf uns eine Menge Arbeit zukommen. Wenigstens haben wir schon einige Pensionen/Ferienwohnungen in der Nähe gefunden, welche annehmbar sind.
Glücklicherweise sind das Arbeitszimmer und die Küche nicht von dem Schaden betroffen, so dass wir dort Dinge unterbringen können und uns dort nicht um Auf- und Abbau kümmern müssen. Ich bin überrascht, wie gut der Ablauf mit der Versicherung und den beteiligten Firmen bisher war. Nur der Sachverständige brauchte ein bisschen länger, aber das war nach einem Telefonat auch schnell geklärt.
Hey, nicht nur, dass Kathi gerade krank ist, nein, es liefen heute um 11 Uhr auch noch 100 Liter in unsere Wohnung, von denen 20 Liter von der Duschwanne aufgefangen wurden. Der Rest verteilte sich auf Flur, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer. Den Schaden kann ich noch gar nicht genau beziffern, klar ist nur, dass alle Böden zerstört sind. Eine Kommode ist auch mit in den Tod gerissen worden...
Grund war ein Test der neuen Badewanne in der Wohnung über uns. Blöderweise verstopfte dabei das Abwasserrohr und der gesamte Inhalt floss in unsere Wohnung.
Schlimmer wäre eigentlich nur noch Weihnachten gewesen, denn der Sachverständige von der Versicherung meldet sich erst nächsten Dienstag und so lange können wir nicht sonderlich viel machen. Nach Absprache mit der Versicherung kann wenigstens der Trockenleger gleich wiederkommen und mit seiner Arbeit beginnen.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich das noch entwickelt...
Update 17 Uhr: Die Wohnungsgesellschaft, die Hausratversicherung und besonders der Maler (zum Trockenlegen) waren sehr hilfsbereit und bemüht, uns zu helfen. Die Ergebnisse vom Bakteriologen kommen aber erst in zwei Wochen und der Sachverständige von der Versicherung Anfang nächster Woche.
Nun bin ich seit 15 Tagen Papa. Zeit für ein Resümee.
Ich habe vorher so viele Dinge gesagt bekommen, unter anderem, wie es sein wird und vor allem, wie es nicht mehr sein wird. „Das Leben ist nicht mehr wie vorher“ ist eine der Aussagen, die so allgemein sind, dass sie natürlich stimmen. Aber das war auch mit der eigenen Wohnung so und das stimmt sogar, wenn man es auf den Kauf meines ersten Android-Handys anwendet. Die ersten 10 Tage waren auf jeden Fall besonders einfach, weil er wirklich nur wickeln/füttern/schlafen wollte. Mag sein, dass es nicht überall so glatt läuft und es ist auch nicht schlecht, vorher auf einiges vorbereitet zu werden, aber was wir nicht alles über das Wochenbett und die ersten zwei Wochen gehört haben...
Wir hatten viel Besuch und sind schon ein paar Mal spazieren gewesen. Alexanders Blog hat schon sage und schreibe 19 Artikel und knapp 80 Fotos! In den letzten Tagen wird es schon ein bisschen schwieriger, Alexander zum Schlafen zu bekommen, aber dafür fängt er jetzt auch schon mit dem Lächeln an, was wieder alles wettmacht! Diesen Artikel schreibe ich im Übrigen mit Alexander auf meinem Bauch vorm Rechner! So schläft er am liebsten :)
Ich bin sehr glücklich und freue mich auf die Zeit, die da noch kommen mag!